Jubel bei der Baumschutzinitiative: Neue Allee in Nordgermersleben

Es ist erst sieben Jahre her, dass eine Behörde des Bördekreises eine hundertjährige Birnenallee in Rottmersleben fällen lassen wollte. Der Kampf derRottmersleber zusammen mit ihrem Ortsbürgermeister Hans-Eike Weitz hat diesen Irrsinn glücklicherweise verhindert.

Seitdem hat man in der Hohen Börde verstanden, dass wir Menschen wegen Erderhitzung und Artenschwund Bäume nötiger brauchen denn je – vor allem einheimische Laubbäume. Daher nun die neue Allee im Nachbardorf Nordgermersleben.

Die Gemeinde Hohe Börde und die Stiftung Umwelt Natur- und Klimaschutz (SUNK), die seit der Wende in Sachsen-Anhalt tätig ist, haben das Allee-Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht: 33 Bäume – von Ahorn bis Wildbirne – repräsentieren die 33 Jahre von der Wende 1989 bis heute.

Die Allee wurde im Winter nach und nach gepflanzt und zieht sich über das hügeliges Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik. Alle Bäume wurden durch Podesttafeln mit ihren wichtigsten Daten für die Spaziergänger einfach erklärt.

Nachdem am 20. März 2022 der letzte der 33 Bäume öffentlichkeitswirksam gepflanzt war, konnte die Baumallee in Nordgermersleben gefeiert werden – mit musikalischer Umrahmung. Bürgermeisterin Trittel dankte allen Helfern und Sponsoren. Der Ortsbürgermeister Albrecht Freiherr von Bodenhausen durfte das Band durchschneiden.

Wir als Baumschutzfreunde werden daran erinnern, dass die Verantwortlichen die Bäume gut wässern und pflegen werden. Eine gelungene Aktion und eine Besichtigung wert!

Im Bild Herr Weidig, der neue Bauhofleiter, Bürgermeisterin Trittel (mit Sonnenbrille), Freiherr von Bodenhausen (Ortsbürgermeister von Nordgermersleben), Herr Schmidt (hauptamtlicher Bauleiter der Hohen Börde), Frau Frenzel (ein ortsansässiges aktives Gemeindemitglied) und eine weitere Person.